BLATTVERGOLDUNGEN

Unsere Anwendungen von Blattgold :

  • Blattvergoldungen von Bilderrahmen, Spiegelrahmen und Möbeln (neu und antik) mit echtem Blattgold oder Blattschlagmetall.
  • Kirchturmhähne, Grabkreuze und Grabinschriften, Zaunspitzen/Ornamenten uvm. nur mit echtem 24 Karat Blattgold (haltbare Außenvergoldung)

  • Flächenvergoldung (Blattschlagmetall-Legierung u. a. aus Kupfer, Zink und Aluminium) von Elementen für die Innenarchitektur wie z.B.
  • Raumteiler, Türen, Paravents, kleine Wandflächen und vieles mehr
  • Dekorative Blattvergoldung (Echtgold oder Schlagmetall) von Accessoires, Skulpturen, Objekten und Dekoartikeln, vorwiegend aus Holz  und Metallen

Die Faszination von Blattgold

Die Herstellung :

 

Reines Gold oder Goldlegierungen werden geschmolzen und in 2–5 Millimeter dicke Zaine (Barren) gegossen. Zusatzstoffe (Platin, Silber, Kupfer) geben dem Blattgold die gewünschte Farbe. Die Zaine werden anschließend in noch glühendem Zustand geschmiedet und mehrfach geglüht, um die Geschmeidigkeit des Goldes zu bewahren. Danach werden sie zu einem Goldband von etwa der Stärke von Zeitungspapier (ca. 30 Mikrometer) gewalzt und in Quadrate (Quartiere) geschnitten. 400 bis 500 dieser Quartiere werden in einer Quetsche zwischen Pergamentpapier übereinander gelegt und in mehreren Arbeitsgängen unter Drehen vom sogenannten "Goldschläger" immer wieder mit einem Federhammer bis auf etwa 1 µm geschlagen. Die Blätter werden nach dem Vierteln nun in einer Goldschlägerform zwischen Lagen von präpariertem Ochsenblinddarm (sog. Goldschlägerhäutchen) eingestäubt mit feinstem Fasergips, mit immer schwerer werdenden Hämmern -früher in mühsamer Handarbeit- immer weiter geschlagen. Die eben noch zweckmäßige Feinheit der ca. 80 mal 80 (aber auch 60 bis 120) Millimeter großen Goldblätter beträgt danach 100 bis 110 Nanometer.

Nach der ausgeschlagenen Dicke wird das Blattgold

Einfachgold (etwa 100–110 nm)
wird oftmals nicht extra als Einfachgold gekennzeichnet. Ist ein Blattgold nicht ausdrücklich als besonders haltbar oder doppelt gekennzeichnet, handelt es sich um Einfachgold.
Doppelgold (etwa 200–220 nm)
es wird wegen seiner Dicke und geringen Porosität gerne für Außenarbeiten verwendet.
Dreifachgold (etwa 300–330 nm)
für besonders beanspruchte Außenvergoldungen

 Die Verwendung :

 

Blattgold wird hauptsächlich zur Vergoldung von Bilderrahmen, Skulpturen, Büchern (Goldschnitt), Mobiliar, Figuren, Architekturelementen, Stuck, Ikonen etc. verwendet. Blattgold wird dafür – je nach Zweck und gewünschter Wirkung – mit speziellen Klebemitteln aufgebracht und oftmals anschließend poliert. Man unterscheidet zwischen der wetterfesten Ölvergoldung (Klebemittel ist die sogenannte Mixtion, ein trocknendes Öl bestehend aus Leinöl, Bleiplätte und Terpentinöl), der Leimvergoldung (Klebemittel: organischer Leim auf Kreidegrund) oder der Polimentvergoldung (Kreidegrund sowie mit organischem Leim versetzter feiner Bolus, die sich hervorragend mit Poliersteinen (Achaten) auf Hochglanz polieren lässt). Im Buddhismus wird Blattgold für rituelle Opfergaben verwendet.

 

Quelle : wikipedia